19.09.2013: Beruf, Familie und Ehrenamt – Vereinsstrukturen erhalten

LandFrauen fordern Unterstützung für den Fortbestand des ehrenamtlichen Engagements

Im Deutschen LandFrauenverband sind rund 500.000 Frauen organisiert, die viel bewegen und sich für die Erhaltung der Lebensqualität auf dem Land einsetzen. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist ein Mehrwert für die gesamte Gesellschaft. Da Frauen heute meist berufstätig sind, ihre Familien und die eigene Karriere managen, fehlt ihnen die Zeit für Engagement in Vereinen und für die Übernahme ehrenamtlicher Führungspositionen. Der Bundesvorstand des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) hat sich bei seiner Klausurtagung mit den Perspektiven des Ehrenamts befasst. Das Ergebnis: Der Staat muss in Vereine investieren, sie mit Know-how und finanziellen Mitteln unterstützen.

„Besonders auf dem Land profitieren alle von einer lebendigen Vereinskultur. Aufgaben werden ohne Gegenleistung übernommen. Müsste der Staat Dienstleister damit beauftragen, würde das Millionen kosten“, stellt dlv-Präsidentin Brigitte Scherb fest. „Wenn sich zukünftig keine Frauen für Ämter finden, wird es keine funktionierende Vereinsarbeit mehr geben“, so Brigitte Scherb. „Der Gesetzgeber muss zusätzliche Anreize schaffen, damit Vor- und Nachteile des Ehrenamts sich die Waage halten. Wir brauchen Regelungen, mit denen Frauen an der Spitze ihr Amt verantwortungsvoll ausüben und gleichzeitig Beruf und Familie vereinbaren können. Im Augenblick investieren unsere Frauen persönlich, zeitlich und oft sogar eigenes Geld.“

Der Deutsche LandFrauenverband fordert für Frauen in ehrenamtlichen Führungspositionen:

 

  • Anerkennung des Engagements in Form von zusätzlichen Rentenpunkten
  • Bezahlte Freistellungen zur Ausübung von verbandlichen Führungsaufgaben
  • Gewährung von Bildungsurlaub bundesweit, auch für ehrenamtliche Tätigkeiten

 

Die gesamte Resolution “Vorsitzende gesucht!“ finden Sie hier.