08.03.2014: Internationaler Frauentag

Keine Blumen, sondern gleiche Chancen.

Der Deutsche LandFrauenverband e. V. (dlv) gratuliert allen Frauen zum Weltfrauentag. „In den letzten Jahren ist die Gleichstellung der Frauen weiter vorangeschritten. Dennoch ist es wichtig, weiter zu kämpfen. Wir wollen keine Blumen oder eine Belobigung, wir wollen gerechte Chancen. Ob es nun um die Frauenquote in deutschen Führungsetagen geht oder um die Mütterrente - wir begrüßen die Entwicklungen, aber wir sind weit davon entfernt, uns entspannt zurück zu lehnen“, so Brigitte Scherb, Präsidentin des dlv. „Wir fordern von der Regierung, dass sie endlich gleiche Voraussetzungen für Männer und Frauen schafft, so wie es das Grundgesetz erfordert!

 

Dass es eine Lohnlücke gibt, ist inzwischen bekannt. Mit der Lohnlücke geht aber auch die Rentenlücke einher. Die Mütterrente bringt hier mehr Gerechtigkeit, aber sie macht auch auf ein großes Problem aufmerksam. Frauen, die keine fünf Beitragsjahre vorweisen können, gehen weiterhin leer aus. „Hier erweist sich der bei den Frauen oft so beliebte Minijob als Falle. Inzwischen ist es sogar wissenschaftlich belegt, dass er selten den Einstieg in eine Tätigkeit mit Sozialabgaben bedeutet. Der dauerhafte Minijob ist fast gleichbedeutend mit Altersarmut“, so Brigitte Scherb, dlv-Präsidentin, weiter. „Ich appelliere an alle Frauen, ihre Lebensplanung so zu gestalten, dass ihre Versorgung im Alter abgesichert ist. Und ich fordere von der Politik: die Mütterrente muss kommen und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe steuerfinanziert werden!“