Vertreterinnen der Arbeitsgemeinschaft der drei LandFrauenverbände Baden-Württembergs im Gespräch mit Minister Alexander Bonde

v.l.: Geschäftsführerin Birgitta Klemmer, LFV Südbaden, Präsidentin Juliane Vees, LFV Württemberg-Hohenzollern, Präsidentin Rosa Karcher, LFV Südbaden, Minister Alexander Bonde, Präsidentin Hannelore Wörz, LFV Württemberg-Baden, Geschäftsführerin Dr. Beat
v.l.: Geschäftsführerin Birgitta Klemmer, LFV Südbaden, Präsidentin Juliane Vees, LFV Württemberg-Hohenzollern, Präsidentin Rosa Karcher, LFV Südbaden, Minister Alexander Bonde, Präsidentin Hannelore Wörz, LFV Württemberg-Baden, Geschäftsführerin Dr. Beat

Die Spitzen der LandFrauenverbände Baden-Württembergs trafen sich Anfang Dezember in Stuttgart zum traditionellen Austausch mit Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Erörtert wurden aktuelle Themen zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft und des Ländlichen Raums sowie Ernährungs- und Verbraucherfragen.

 
Die Skandalisierung der Landwirtschaft in den Medien, niedrige Erzeugerpreise und immer höhere Auflagen setze den Betrieben und den landwirtschaftlichen Familien derzeit sehr zu, berichtete Präsidentin Juliane Vees, LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern dem Minister. Die Verbraucher müssen mehr Verantwortung übernehmen, denn hohe Qualitätsstandards haben ihren Preis - auch bei Lebensmitteln. Da passe es nicht zusammen, dass die Verbraucher nach Tierschutz, Kontrollen und hohen Auflagen rufen und gleichzeitig im Discounter zur Billigware greifen. Diese Mentalität führe dazu, dass vor allem die familiengeführten landwirtschaftlichen Betriebe nicht mehr konkurrenzfähig seinen.

 
Es sei erschreckend, dass bei der Schulverpflegung noch zu wenig auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werde, berichtete Rosa Karcher, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden. Auch hier gelte zu sehr das Diktat des Preises, das ginge zu Lasten der Qualität und damit der Gesundheit unserer Kinder, hier müsse noch mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, so Karcher.

 

Präsidentin Hannelore Wörz, LandFrauenverband Württemberg-Baden, ist die Stärkung der Infrastruktur im ländlichen Raum ein besonderes Anliegen. Der weitere Ausbau des schnellen Internets sei für Familien und Betriebe in Landgemeinden ein entscheidender Standortfaktor.

 

Der Minister bescheinigte den LandFrauen sehr gute Arbeit würdigte den Einsatz der Landfrauenverbände für die Belange des ländlichen Raumes. Er wolle sich auch weiterhin um die Breitbandversorgung und weitere Maßnahmen zur Erhaltung der Infrastruktur im ländlichen Raum einsetzen. Die Landfrauen würden einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, dass Baden-Württemberg in der Fläche stark bleibe, betonte der Minister zum Abschluss des Gesprächs.