Zukunftsorientiertes Ehrenamt braucht ein Bildungszeitgesetz im Land

„Für den Bereich des Ehrenamts setzen wir auf die verantwortungsbewusste Entscheidung der Landtagsabgeordneten bei der Abstimmung um das Bildungszeitgesetz für Baden-Württemberg. Wenn wir Ehrenamt zukunftsorientiert über Qualifizierungsschulungen weiterentwickeln wollen, brauchen wir dafür diesen

gesetzlichen Rahmen“, so die Präsidentinnen der LandFrauenverbände Baden-Württembergs vor der Abstimmung im Landtag am 11. März.

In den LandFrauenverbänden Südbaden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern sind 85.000 Mitglieder zusammengeschlossen. Die 127 Kreis- und Bezirksvereine und 1.300 Ortsvereine werden von ehrenamtlichen Führungskräften geleitet. Als anerkannte Träger der ländlichen Erwachsenenbildung bieten die drei LandFrauenverbände über ihre Bildungs-und Sozialwerke mit jährlich über 45.000 Veranstaltungen und über einer Million Teilnehmerinnen ein umfangreiches, qualifiziertes und ganzheitliches Weiterbildungsangebot auf Landes-, Kreis- und Ortsebene an. Außerdem bringen sich die Mitglieder in den Vereinen in hohem Maße im Gemeinwohl ein. Die zunehmende Berufstätigkeit der Frauen ist eine Hürde für die Bereitschaft, ehrenamtliche Aufgaben in einer Vorstandschaft wahrzunehmen. Wenn die Politik auch künftig auf ehrenamtliches Engagement im Land setzen will, muss Weiterbildung in diesem Bereich durch den gesetzlichen Rahmen gestärkt werden.