Jahresauftaktgespräch der AG LandFrauenverbände mit Minister Peter Hauk

Minister Peter Hauk MdL: „LandFrauen agieren am Puls der Zeit und sind wichtiger Weiterbildungsträger im Ländlichen Raum“

 

„Die LandFrauen stehen für klare Ansagen an Politik und Gesellschaft. Sie packen Projekte mit erkennbarem praktischem Nutzen an und haben den Mut, Neues auszuprobieren und Ideen kreativ und innovativ umzusetzen, sagte Peter Hauk MdL, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, anlässlich des Jahresauftaktgespräches mit den Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen der Arbeitsgemeinschaft der baden-württembergischen LandFrauenverbände am 13. Februar in Stuttgart. Er lobte die klaren Positionen der LandFrauen zum Wohle der Landwirtschaft und des Ländlichen Raums, die das Ministerium unter anderem im „Kabinettsausschuss Ländlicher Raum“ aufgreifen werde. „Ob Schulungen, Seminare oder Weiterbildungen: Die LandFrauen bringen mit ihrer Kreativität und ihrem Einsatz, ihren Aktionen und Veranstaltungen Baden-Württemberg voran“, betonte der Minister. Dies verdiene Respekt und Anerkennung. Thematisiert wurden seitens der LandFrauenverbände die flächendeckende Bildungsarbeit im Ländlichen Raum, die Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung, die Situation in bäuerlichen Familien-betrieben, die Einschränkung des Flächenverbrauchs durch Nachverdichtung und der Ausbau der Breitbandversorgung in peripheren Regionen.

 

Präsidentin Marie-Luise Linckh, LandFrauenverband Württemberg-Baden, stellte für die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände in Baden-Württemberg mit 82.000 Mitgliedern, 127 Kreis- und Bezirks-vereinen und 1.358 Ortsvereinen den Mehrwert der flächendeckenden Bildungsangebote für den Ländlichen Raum dar. Darüber hinaus sind im Projekt „Fit fürs Ehrenamt“ 2016 insgesamt 90 Schulungstage mit 1.747 Teilnehmerinnen und 672,8 Unterrichtseinheiten durchgeführt worden. Die aktuellen Themenangebote stärken ehrenamtliche Führungskräfte und eine Weiterentwicklung der Verbandsarbeit. Auch wenn sich LandFrauen im Schnitt zwölf Jahre ehrenamtlich engagieren, sind Frauen im Spannungsfeld zwischen Familie, Beruf und Ehrenamt zunehmend gefordert und es gilt seitens der Verbände Brücken zu bauen, damit die Vereine zukunftsorientiert geführt werden. Deshalb sei die Sicherung der Bildungsarbeit im Ländlichen Raum für die drei LandFrauenverbände ein zentrales Anliegen. Über „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF)“ führen alle drei Verbände außerdem gezielte Qualifizierungsmaßnahmen zur Einkommens- und Erwerbskombination durch. Der Minister sicherte den LandFrauen zu, dass er sich für eine verlässliche und auskömmliche Förderung der ländlichen Weiterbildung einsetzen werde.

 

Präsidentin Rosa Karcher, LandFrauenverband Südbaden, schilderte die Situation der Frauen auf den landwirtschaftlichen Betrieben vor dem Hintergrund niedriger Erzeugerpreise, Nachteile im globalen Wettbewerb aufgrund höherer Kosten, Flächenkonkurrenz und die zunehmende unsachliche Stimmungsmache auf dem Rücken der Landwirtschaft. Minister Hauk führte aus, dass der Ausbau einer ad-hoc-Plattform im Internet angedacht sei, um auf aktuelle Situationen reagieren zu können.

 

Präsidentin Juliane Vees, LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern, wies beim Ausbau der Breitbandversorgung auf die Chancen durch interkommunale Zusammenarbeit hin. Sie hob hervor, dass ein schnelles Netz für ländliche Arbeitgeber elementar sei und dadurch, gerade auch für Frauen, die wohnortnahe Berufstätigkeit sichergestellt werden könne. Außerdem schilderte sie die aktuellen Defizite in der Gesundheitsversorgung auf dem Land. Minister Hauk versicherte, die angesprochenen Themen über den Kabinettsausschuss Ländlicher Raum zu befördern und warb für die geplanten Bürgerdialoge.

 

Hintergrundinformationen:

In den kommenden Monaten veranstaltet die Akademie Ländlicher Raum Bürgerdialoge mit Minister Peter Hauk und weiteren Kabinettsmitgliedern zum Thema: Starke und lebenswerte ländliche Räume. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können kostenfrei teilnehmen an nachfolgenden Orten:

4. April in Mainhardt

4. Mai in Titisee-Neustadt

22. Juni in Untermarchtal

13. Juli in Schopfloch

Anmeldungen über: alr@lel.bwl.de

 

Informationen zum Ländlichen Raum sowie zur Landwirtschaft sind unter www.mlr-bw.de abrufbar.

Informationen rund um das Thema Frauen in der Landwirtschaft sowie zum Förderpro-gramm Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF) sind unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/leben-auf-dem-land-gestalten/landfrauen sowie unter www.frauen.landwirtschaft-bw.de abrufbar.

 

Stuttgart, 24. Februar 2017