LandFrauen-Brunnen

Aus einer lustigen Idee heraus entstand vor ca. 1 ½ Jahren unser immerwährender LandFrauenkalender. Mit seinen schönen Bildern erzählt er Geschichten vom Land und macht den Reichtum des LandFrauen Lebens spürbar.

Nach einer launig gefeierten Vernissage und einem gut angelaufenen Verkauf entschloss sich das damalige Kreisvorstandsteam, mit dem Erlös des Kalenders das Kressbronn-Toril-Education-Program (KTEP) zu unterstützen, und den Bau eines Brunnen auf den Philippinen zu finanzieren.

Ende April 2016 konnten wir an Reinhold und Aurora Kugel, den Gründern von KTEP unseren Spendenscheck übergeben.

Durch den Bau von Brunnen in abgelegenen Dörfern ermöglicht KTEP den Menschen den Zugang zu sauberem Wasser. Mit einfachsten Mitteln und lokalen Mitarbeitern werden die Brunnen gebaut und anschließend vom Vater eines Schülers, der von KTEP unterstützt wird, mit viel Liebe bemalt.

Der Name des großzügigen Spenders wird somit auf der Brunnenwand verewigt.

Auch wir wurden gefragt, was wir auf unserem Brunnen für ein Bild möchten und entschieden uns für unsere LandFrauenbiene sowie dem Wahrzeichen des Zollernalbkreises, der Burg!

Mitte Dezember bekamen wir die Nachricht, dass unser Brunnen fertiggestellt ist  und ein sehr schöner Brunnen geworden sei, der insgesamt mehr als 500 Personen mit frischem Trinkwasser versorgt.  Der Brunnen steht in dem kleinen Dorf Sto. Nino Silka und versorgt nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch viele Menschen aus angrenzenden Dörfern.


Die First Lady bei den LandFrauen Zollernalb

Zum ihrem alljährlichen KreislandFrauentag hatten sich dieses Mal besonders viele Frauen im herbstlich dekorierten Bürger-haus „Harmonie“ in Geislingen eingefunden.

 

Anlässlich ihres 35 jährigen Jubiläums, das die LandFrauen Zollernalb in diesem Jahr feiern konnten, hatten sie Gerlinde Kretschmann, die Frau des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann  und Dietlinde Elsässer eingeladen.

 

Kreisvorsitzende Waltraud Kostanzer begrüßte alle Anwesenden. In seinem Grußwort betonte Oliver Schmid, der Bürgermeister von Geislingen wie wichtig bürgerschaftliches Engagement in der Sonnenstadt Geislingen ist. Landrat Günter Martin Pauli lud in seinem Grußwort die LandFrauen ein über Themen wie den Klinikausbau zu diskutieren. Kreisobmann Alexander Schäfer beleuchtete die momentane Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben und die Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern Juliane Vees zeigte sich sehr erfreut über den kontinuierlichen Mitgliederzuwachs bei den LandFrauen Zollernalb.

Zusammen mit Waltraud Konstanzer durfte sie für 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Ortsvorsitzende Heidrun Wannenmacher aus Rangendingen und Birgit Lang aus Balingen jeweils eine silberne Biene samt Urkunde überreichen.

 

In ihrer Rede erzählte Frau Kretschmann locker und humorvoll über ihre Aufgaben als Landesmutter und wie sie diese erledigt, so wie sie es für richtig erachtet.Sie bekannte schmunzelnd, dass sie fast so viele Termine wie ihr Mann hat. Denn sie bekleidet viele Ehrenämter, die ihr Freude machen. So war sie lange im Sigmaringer Stadt- und Kreisrat, hat in der Kirche mehrere Ämter, ist Lektorin, singt im Kirchenchor und ist Wanderführer beim Albverein. Die pensionierte Lehrerin ermunterte die LandFrauen ein Ehrenamt auszuüben und sich in der Gesellschaft einzubringen und bedauerte es dass so wenige Frauen in der Politik sind. Außerdem betonte sie, dass sie gerne eine LandFrau ist und sie und ihr Mann ganz bewusst auf dem Land wohnen und nicht in der Landeshauptstadt.

 

Nach der Kaffeepause erwartete die LandFrauen Dietlinde Elsässer, die rotbestrumpft, im rotweißen Karorock selbstbewusst betonte, dass sie als Single wunderbar zurecht kommt.

Sie sei a Oizächte oder Alleinstehende oder wie man sagt ein Fräulein. Sie erzählte für welche Männer sie früher geschwärmt habe und warum diese für sie nicht in Frage kamen, angefangen bei Winnetou und Old Shatterhand über Tarzan bis zu James Bond. Deshalb plädierte sie für den sogenannten Mann to go. Denn für jede Gelegenheit sollte ein anderer Mann zur Verfügung stehen, der dafür besonders geeignet ist, z.B. Hecken schneiden, Kandel kehren und auch zum Schwätzen. Manche LandFrau musste das Taschentuch herauskramen um die Lachtränen zu trocknen. Mit Gedichten von Sebastian Blau verabschiedete sie sich und wurde von den LandFrauen mit lang anhaltendem Applaus bedacht.

 

 

In ihrem Schlusswort stellte Adelheid Kalbacher den LandFrauenvorstand kurz vor und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

 

Inge Lorch


Vernissage und Präsentation unseres LandFrauenkalenders

 Die Bilder erzählen Geschichten vom Land und machen den Reichtum des Landfrauen Lebens spürbar. Mit einer kleinen und gemütlichen Feier in der Jagdhütte bei Marlies Freudemann in Stetten unter Hohlstein haben wir LandFrauen des Zollernalbkreises zusammen mit unseren Sponsoren und Ehemännern sowie der Fotografin Jill Carstens aus Sonnenbühl die erste Auflage unseres immerwährenden Kalenders zünftig gefeiert.

 

Initiatorin Annette Riehle dankte in einer kurzen und prägnanten Rede den Sponsoren für die Unterstützung und den LandFrauen fürs Mitmachen. Am 10.Mai 2015 bei der Gläsernen Produktion ist Verkaufsstart. Der Kalender kann bei euren Ansprechpartnerinnen vor Ort oder unter info@landfrauen-zollernalb.de bezogen werden.

 


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Schauen Sie vorbei - virtuell und gerne dann auch mal persönlich bei einer unserer Veranstaltungen im Zollernalbkreis. 


Führung im Schloss Lautlingen und der Gedenkstätte der Familie Stauffenberg

Mit Musikhistorischer Sammlung Jehle

Referentin: Ursula Eppler-Jehle

Ort: Albstadt-Lautlingen

 

Die Vertrauensfrauen des LandFrauenverband Zollernalb in der Region Meßstetten - Gerda Huber und Angela Mauch - hatten Interessierte zu einer Führung ins Lautlinger Schloss eingeladen.

 

Im jetzigen Konzertsaal des 1846 erbauten Gebäudes informierte Ursula Eppler-Jehle über die Familiengeschichte Stauffenberg. Bis 1944 erlebten Graf Alfred von Stauffenberg, seine Ehefrau Caroline - geborene Üxküll-Gyllenband - und die 3 Söhne Berthold, Alexander und Claus glückliche Tage auf ihrem Ferien-Landsitz in Lautlingen. Jäh endeten diese am 20. Juli 1944. Das Hitler-Attentat durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg misslang. Noch am selben Tag wurde er verhaftet und in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1944 im Hof des Bendler-Blocks in Berlin erschossen. Er wurde nur 36 Jahre alt. Seine Familienangehörigen kamen in Gefängnisse und Konzentrationslager. Heute sind das Stauffenberg-Schloss und die Stauffenberg-Gedenkstätte öffentlich zugänglich und erfahren große Wertschätzung. Ursula Eppler-Jehle führte nach der Präsentation der Stauffenberg-Chronik durch die Ausstellungsräume, in denen früher die Familie lebte. Familienfotos zeigten die Söhne in unbeschwerten Kindheits- und Jugendjahren. Viele Dokumente machten die Biografie von Claus von Stauffenberg sichtbar. Auch persönliche Gegenstände von ihm und seiner Frau Nina waren zu sehen.

 

Im zweiten Stock beherbergt das Schloss die "Musikhistorische Sammlung Jehle". Hier erfuhren die Frauen von Ursula Eppler-Jehle ebenfalls viel Interessantes über die Familienlegende Stauffenberg und den dazugehörigen Bezug zu Martin Friedrich Jehle, der ihr Vater war. Die älteste Tochter des Klavierbaumeisters betreut seit über 30 Jahren die Sammlung, die aus Streich-, Blas- und Tasteninstrumenten aus vergangenen Jahrhunderten besteht. Eine besondere Rarität stellt dabei ein Hammerklavier aus dem 17. Jahrhundert dar. Gebaut wurde es sehr wahrscheinlich von Mozarts Klavierbauer Johann Andreas Stein. Auch ein Eichen-Schrankflügel (um 1780), in dessen Türen sich schöne Malereien auf Tapete befinden, wurde bestaunt. Daneben präsentierten sich in den Vitrinen viele Notenhandschriften in Erst- und Frühdrucken. Im Dachgeschoss konnten voll eingerichtete Werkstätten für den Geigen- und Klavierbau in Augenschein genommen werden. Der Rundgang endete im Erdgeschoss, wo sich außer dem gelben Salon, dem ehemaligen Wohnzimmer der Gräfin Caroline von Stauffenberg auch das Gedächtniszimmer für die Stauffenberg Brüder Claus und Berthold befinden, die ihr Leben für den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus ließen.

 


Lehrfahrt nach Ulm

Besuch und Führung im Museum der Brotkultur (ehemals Deutsches Brotmuseum)

mit Referat von Herrn Dr. Andrea Fadani, Leiter des Museums

„6000 Jahre Brot - und heute werfen wir es weg“

Besuch und Führung im Ulmer Münster

Stadtführungen - Altstadtviertel - Fischerviertel -

 

Mit einer Lehrfahrt in die Donaustadt Ulm, bei der Besichtigungen und Führungen durch das Museum der Brotkultur, Ulmer Münster und Stadtspaziergängen im Altstadt-Fischer-Viertel auf dem Programm standen, stieß der LandFrauenverband Zollernalb unter der Organisation der LFV-Vorsitzenden Annette Riehle (Burladingen-Hausen i. K.) und Adelheid Kalbacher (Geislingen-Binsdorf) auf sehr großes Interesse. Dem kulturellen Ausflug schlossen sich 85 Frauen aus dem gesamten Zollernalbkreis an.

 

Zu Beginn informierte Dr. Andrea Fadani, der Leiter des Museums, im historischen Salzstadel über die Anfänge des ehemals Deutschen Brotmuseum, das 1955 als erstes dieser Art in der Welt entstand und stellte bei seinem Referat „6000 Jahre Brot - und heute werfen wir es weg“ die Entwicklung des Grundnahrungsmittel vor. Er veranschaulichte in seinen Ausführungen eindrucksvoll, welche große Bedeutung das Brot hat. Früher gehörte es nicht zum alltäglichen Genuss. Heute ist es zu jeder Zeit in großer Vielfalt verfügbar und erschwinglich. Aus über 300 Sorten Brot kann in Deutschland gewählt werden; das ist weltmeisterlich. Dr. Fadani stellte das Brotregister, die ägyptische, griechische und römische Kulturgeschichte des Brotes, sowie damalige Termingebäcke zu bestimmten Jahreslauf-Festen vor und zeigte dazu im Bildbeitrag einige Kunstwerke bekannter Maler (Chagall, Picasso, Heckel, Beckmann, Kollwitz usw.), die das Lebensmittel in den Mittelpunkt stellten. Diese Exponate unter dem Titel: Kunst und Brot können im Museum im Original besichtigt werden. Salvador Dalis „Frau mit Brot“ ist dabei einen extra Blick wert. Der Künstler wählte ein Baguette-Brot als Kopfschmuck für seine surrealistische Arbeit an einer nackten Büste, die ehemals eine Schaufensterpuppe war.

 

Die Erläuterungen von Dr. Fadani zur Thematik, wie wir heute mit dem Brot umgehen, regten zum Nachdenken an. Die Zahlen und Fotos von Brotmüllhalden machten betroffen. „Wer satt ist, wird nie einen Hungrigen verstehen“ und die Sozialgeschichte des Brotes kann mit „arm oder reich“ oder Krieg und Frieden“ umschrieben werden, so Dr. Fadani. Als große Herausforderungen für die Zukunft würden die Ressourcen und die Dekadenz, wie wir damit umgehen, angesehen. „Nur eine Welt frei von Hunger, wird eine friedliche Welt sein“, zitierte der Museumsleiter den Ausspruch von Hermann Eiselen, der zusammen mit seinem Vater das Museum ins Leben rief. Die Führung durch das dreistöckige Gebäude vermittelte die Brotherstellung vom Korn zum Laib und gab Einblicke zum Grundstoff des Brotes mit verschiedenen Getreidesorten, den Anbau des Getreides vom Acker in die Scheune, dem Mahlen vom Reibstein zum Walzenstuhl, der Teigzubereitung und dem Backen. Themenbezogene Erklärungen bekamen die Frauen zum Verkauf von Backwaren in früheren Zeiten, dem Leben der Bäcker und Müller in den Zünften und dem veränderten täglichen Brotverzehr in den letzten Jahrzehnten. Ausdrucksstark präsentierten sich auch die Abteilungen mit religiösen Brot-Bildern und Anklagebildern bekannter Künstler zum Thema „Hunger“.

 


Milchproduktion und Verarbeitung

Referent: Thomas SChäfer, Bodelshausen, Birkenhof

Ort: Hechingen-Boll, Landgasthaus "Kaiser"

 

Wie heutige Milchproduktion und Verarbeitung nach Biolandrichtlinien stattfindet, berichtete Thomas Schäfer vom Bodelshausener Birkenhof beim LandFrauenverband Zollernalb im Landgasthaus „Kaiser“. Der gelernte Bauer stellte seinen Betrieb mit über 70 Kühen vor und ließ anklingen, dass sich seit seiner Ausbildung vor 25 Jahren viel verändert hat. Der Familienbetrieb der „Milchmanns“, hat 1996 auf Biolandwirtschaft umgestellt. Regionale, gesunde und hochwertige Bio-Produkt-Herstellung war für sie ausschlaggebend. Diese Landwirtschaftsform vermitteln sie jährlich bis zu zweimal an Schul- und Kindergartenkinder bei einem Hofbesuch. Weil aber immer mehr genossenschaftliche Molkereien schlossen und die Zukunft auf keine Besserung hoffen ließ, entschied sich Familie Schäfer vor drei Jahren, zusammen mit fünf Bio-Landwirten aus dem Kreis Tübingen zur Gründung der Tübinger Bio-Bauernmilch GmbH. Die Milch der Landwirte muss nun keine langen Transportwege mehr auf sich nehmen und steht den hiesigen Verbrauchern direkt zur Verfügung. Früher gelangte die Milch in Orte und Länder, die keinen Bezug zur Region aufwiesen. Heute kann die frische Tübinger Bioland-Vollmilch in Makrolon-Pfandflaschen direkt vom Hof oder Lieferservice erworben werden. Thomas Schäfer stellte die Arbeitsschritte vom Melkstand über den Pasteur mit kurzer Erhitzung vor. Durch dieses Verfahren verliert die Milch keine wertvollen Inhaltsstoffe. Bis die Hofmolkerei aber in Betrieb genommen werden konnte und der erste Liter Milch abgefüllt wurde, so Thomas Schäfer, war es ein langer und steiniger Weg.

 

Auch die verloren gegangene Bindung zur Molkerei hofft er mit der regionalen Milch wieder aufzubauen. Und auf eine Änderung wies der Referent hin: „Bei Schäfers gibt es keine Glas-Mehrwegflaschen“. Grund wäre die Hygiene. Die Flaschen hundert Prozent sauber zu bekommen, wäre fast nicht machbar. Als Neuheit stellte er die Bioland-Milch vor, die in eine selbststehende Schlauchverpackung abgefüllt wird. Sie ist leichter als ein Tetra-Pack und besteht aus leicht abbaubarem Kalk.

 

Nach dem Vortrag bedankte sich Brigitte Steger - LFV-Ortsvorsitzende von Hechingen - bei Thomas Schäfer für seine Ausführungen und Einblicke in die Biolandwirtschaft.