Die politischen Forderungen der AG der LandFrauenverbände Baden-Württembergs

Bildung

Grundlage für lebenslanges Lernen ist die Bereitstellung eines bedarfsgerechten, qualifizierten und fachlich fundierten Schul-, Berufs- und Weiterbildungsangebotes. LandFrauen fordern:

  • Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum durch wohnortnahe Schulen.
  • Schülerbeförderungskosten, die sich alle Familien leisten können.
  • Flächendeckende Ganztagsangebote inklusive gesunder, regionaler Verpflegung für Kinder und Jugendliche.
  • Alltags- und Lebensökonomie müssen verpflichtend zur Vermittlung von Alltagskompetenzen in Theorie und Praxis an allen allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden.
  • Verlässliche Förderung der allgemeinen Erwachsenenbildung durch die öffentliche Hand.
  • Qualifizierungsmaßnahmen zur beruflichen Entwicklung und zum Wiedereinstieg.
  • Qualifizierung zu ehrenamtlichem Engagement.

 

Familie

Frauen leisten meistens den Hauptanteil an der Familienarbeit. Sie sind berufstätig und ehrenamtlich engagiert. LandFrauen fordern:

  • Weiterhin gesicherte Qualität und flächendeckende Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder.
  • Ausbau der Betreuungs- und Pflegeangebote für die immer älter werdende Gesellschaft.
  • Bessere Rahmenbedingungen für beide Elternteile für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
  • Gleichstellung bei der Mütterrente: Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, erhalten, wie die jüngeren Frauen, drei Rentenpunkte pro Kind.

 

Ländlicher Raum

Zukunft im ländlichen Raum braucht verbesserte interkommunale Zusammenarbeit. Zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum fordern LandFrauen:

  • Eine zukunftsorientierte Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik.
  • Erhalt einer flächendeckenden Landwirtschaft; Wert-schätzung und Förderung der heimischen Landwirt-schaft verbessern. Erhalt unserer landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft (auch für die Naherho-lung und den Tourismus).
  • Eine GAP mit einer gesicherten 1. Säule sowie Umweltprogrammen und Stärkung des ländlichen Raumes in der 2. Säule. Die Ausgestaltung muss Sache der Bundesländer bleiben.
  • Ausbau und Erhalt eines ausreichenden Versorgungs- und Dienstleistungsangebotes.
  • Zügiger Ausbau der Breitbandversorgung auch in peripheren Regionen.
  • Erhalt und Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur.

 

Gesundheit

  • Erhalt der flächendeckenden qualitätsgesicherten gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum.
  • Ausbau der geschlechtsspezifisch ausgerichteten Gesundheitsforschung und -politik.
  • Weiterentwicklung der Qualitätsoffensive Brustkrebs durch die Ausweitung des Mammographie-Screenings auf Frauen ab 70 Jahren. Einführung der Sonographie für Frauen mit dichten Brustdrüsenkörpern für die Altersgruppe zwischen 40 bis 69 Jahren.
  • Innovationen in der Krebsheilkunde und der kritischen Begleitforschung müssen unterstützt und die psychosoziale Krebsberatung ausgebaut werden.
  • Verstärkte Einbindung geriatrischer Rehabilitationsmaßnahmen in die Gesundheitsprogramme zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Entlastung der Pflegekassen.
  • Gewährleistung der geriatrischen Versorgung durch bessere Vergütungssätze.
  • Gesicherte Hebammenversorgung im ländlichen Raum.

 

Umwelt

Im Sinne des aktiven Verbraucherschutzes und der Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe fordern LandFrauen:

  • Verwendung von regionalen und saisonalen Lebensmitteln im Verpflegungsbereich in allen öffentlichen Einrichtungen.
  • Vermittlung von Wissen über Herkunft der Nahrungsmittel und deren Verarbeitung.
  • Verantwortungsvoller Umgang mit der Gentechnik. Klare Haftungsregelungen und transparente Kennzeichnung.
  • Weiterentwicklung der Energiewende mit einem ausgewogenen Konzept. Sicherung der Zukunft von Bestandsanlagen über den 20-jährigen Vergütungszeitraum hinaus.
  • Eindämmung des Flächenverbrauchs und Umsetzung von zielführenden Ausgleichsmaßnahmen.

 

Ehrenamt

Ehrenamtliches Engagement führt zu einem aktiven Gemeinwohl und sichert die Lebensqualität. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt muss durch politische Rahmenbedingungen gewährleistet sein. LandFrauen fordern:

  • Stärkere Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements im Beruf. Erhalt der Bildungszeit von fünf Tagen auch für ehrenamtliche Qualifizierungen.
  • Rentenrechtliche Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit.
  • Einführung einer Ehrenamtskarte
  • Verbesserung der Freibetragsregelung für Aufwandsentschädigungen.

 

Gleichstellung

LandFrauen fordern die Umsetzung des Gleichstellungs-grundsatzes in allen Lebensbereichen:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
  • Gleichwertiger Frauenanteil in Gremien und Führungspositionen.

 

Stand: November 2018


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Politische Forderungen der AG der LandFrauenverbände in Baden-Württemberg 2019
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