Mein Kind wird gemobbt – was tun? LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern bietet Leitfaden für Eltern betroffener Kinder

12. März 2019 – Der LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern setzt sich intensiv gegen Mobbing von Kindern an Schulen ein. Als Service für Eltern bietet der Verband nun einen Leitfaden für Eltern von betroffenen Kindern an. Darin erhalten Familien gesammelte Informationen, was Mobbing ist, was erste Schritte bei Mobbingverdacht sein können und an welche Beratungsstellen, Personen und Adressen sich Betroffene wenden können, um professionelle Unterstützung und Hilfe zu erhalten.

 

Dr. Sabine Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg, unterstützt das Engagement des LandFrauenverbandes und bekräftigt in ihrem Grußwort, wie wichtig es ist, Eltern und Kinder stark zu machen und in problematischen Situationen zu unterstützen.

 

Auch Juliane Vees, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern, betont: „Es ist wichtig, präventiv gegen Mobbing vorzugehen. Doch genauso wichtig ist es, betroffenen Familien schnelle und professionelle Hilfe zugänglich zu machen. Mit unserem Leitfaden wollen wir einen kleinen Beitrag dazu leisten.“

 

Der Leitfaden kann über den LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern bezogen werden und steht im Internet unter https://www.landfrauenverband-wh.de/mobbing/ zum Download zur Verfügung.

 

Hintergrundinformationen
Der LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern hatte im letzten Jahr eine Umfrage im Internet zum Thema „Mobbing von Bauernkindern“ gestartet, deren Ergebnisse zeigten, dass Mobbing von Kindern, speziell auch mit landwirtschaftlichem Hintergrund, ein großes Thema ist. Das große mediale Echo dazu bestätigte diese These. Im Juli 2018 sprach Juliane Vees bei einem Treffen mit Kultusministerin Frau Dr. Eisenmann über die Problematik und das Ministerium bestätigte, dass gegen Mobbing an Schulen konsequent und auch präventiv vorgegangen werden muss. Die Kultusministerin sicherte zu, dass sie sich für die Sensibilisierung an Schulen zu diesem Thema einsetzen wird, dass auch Lehrer verstärkt dahingehend aus- und fortgebildet werden sollen und Unterrichtsmaterialien auf  tendenziöse Darstellung von Landwirtschaft geprüft werden müssen. Dies wird im neu gegründeten Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und im Institut für Bildungsanalysen umgesetzt werden.

 


Studie: Wie Frauen in der Landwirtschaft in Baden-Württemberg leben und arbeiten

Am 18. Februar 2019 wurden in Stuttgart im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Ergebnisse der Studie zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in der Landwirtschaft in Baden-Württemberg präsentiert. Diese Studie wurde Anfang 2018 bei der Universität Freiburg auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft der baden-württembergischen LandFrauenverbände vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben. An der Studie konnten sich Frauen ab 16 Jahren beteiligen, die einen Bezug zum landwirtschaftlichen Betrieb (Haupt- oder Nebenerwerb) haben, weil sie dort arbeiten, wohnen oder dort gelegentlich mithelfen. Die Studie wurde vom 1. Februar bis 15. Mai 2018 als Online-Befragung durchgeführt. Mit der Durchführung der Studie wurde Herr Prof. Dr. Schanz vom Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie der Universität Freiburg betraut. Die Studie liefert Erkenntnisse in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel zur Arbeitsbelastung der Frauen, zu Ausbildungsstand, Tätigkeitsvielfalt und Einkommenssituation. 

 

Juliane Vees, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern freut sich: "Nun gibt es belegbare Zahlen und Informationen zum Leben von Frauen in der Landwirtschaft hier in Baden-Württemberg, aus denen wir neue Bildungsangebote und nötige Veränderungen ableiten können!" 

 

Die Studienergebnisse können hier heruntergeladen werden.