Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs

Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs
Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs

 

Mit über 80.000 Mitgliedern ist die Arbeitsgemeinschaft der drei LandFrauenverbände Baden-Württembergs (AG LFVé) die größte baden-württembergische Interessenvertretung für Frauen im ländlichen Raum. Die Mitglieder sind im LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern, dem LandFrauenverband Südbaden und dem LandFrauenverband Württemberg-Baden in über 1.300 Kreisverbänden und Ortsvereinen organisiert.

 

Die Arbeitsgemeinschaft vertritt auf Landesebene die wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspoliti-schen Interessen der Frauen im ländlichen Raum. Sie ist parteipolitisch neutral, konfessionell ungebunden und wird von ehrenamtlichen Führungskräften geleitet.

 

Der Vorsitz wechselt jedes Jahr zwischen den drei Landesverbänden.

  

Die wichtigsten politischen Anliegen der AG LFVe:

  •  Verbesserung der Situation von Frauen und Familien auf dem Land, insbesondere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Anerkennung der Haushalts- und Familienarbeit, Weiterbildung und Information der Frauen im ländlichen Raum
  • Verbraucherinformation und Verbraucher-Erzeugerdialog
  • Agrarsoziale Sicherung und Einkommenssicherung für Bäuerinnen und bäuerliche Betriebe
  • Förderung und Unterstützung des ehrenamlichen Engagements.

Unsere Forderungen an die Politik 2019 finden Sie als pdf unten auf dieser Seite oder hier zum Nachlesen.

 

Auch unsere Stellungnahmen zu verschiedenen politischen Themen können Sie unten auf dieser Seite nachlesen.

 

Als Träger der ländlichen Erwachsenenbildung bieten die drei LandFrauenverbände über ihre gemeinnützigen, staatlich anerkannten Bildungs- und Sozialwerke e.V. flächendeckend qualifizierte, ganzheitliche Weiterbildung auf Landes-, Kreis- und Bezirks- sowie Ortsebene zu günstigen Konditionen an.

 

Auch längerfristige Qualifizierungen gehören zum Weiterbildungsangebot der AG LFVé, z. B.:

 

- Hauswirtschaftliche Familienbetreuerin

Botschafterin für Agrarprodukte aus der Region

- Qualifizierung für ehrenamtlich engagierte Frauen

- Kursleiterin für präventive Gymnastik

- Qualifizierung zur Eltern-Kind-Gruppenleiterin

 

Das Wirken der AG LFVe ist zunehmend durch Projektarbeit geprägt. In allen drei LandFrauenverbänden wurden und werden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ernährung und ländlichen Raum Baden-Württemberg EU-Projekte zur Verbesserung der Erwerbssituation von Frauen im ländlichen Raum durchgeführt. 


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Unsere Forderungen an die Politik 2019
Forderungen AG 2019_unsere Farben.pdf
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Stellungnahmen der AG der LandFrauenverbände Baden-Württembergs

Anhörung Gesetzentwurf der Fraktion der FDP / DVP zur Abschaffung des Bildungszeitgesetzes Baden-Württemberg

Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände in Baden-Württemberg spricht sich einstimmig dagegen aus, dass das Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg (BzG BW) abgeschafft werden soll, wie es im Gesetzentwurf der FDP / DVP (Drucksache 16 / 6758) gefordert wird. Im Bildungszeitgesetz des Landes ist die berufliche und politische Bildung aufgenommen und darüber hinaus sind es die Qualifizierungen im Ehrenamt.

 

In den drei LandFrauenverbänden in Baden-Württemberg sind 82.000 Mitgliedern in 126 Kreis- und Bezirksverbänden und 1.027 Ortsvereinen zusammengeschlossen. Alle Kreis- und Bezirksverbände alle Ortsvereine leiten Ehrenamtliche. Deshalb bieten die drei Bildungs- und Sozialwerke der LandFrauenverbände für die ehrenamtlich engagierten Frauen im ländlichen Raum Qualifizierungsschulungen an, um sie für die vielfältigen Aufgaben in den Kreis- und Bezirksverbänden und Ortsvereinen weiterzubilden, zu motivieren und zu stärken. Diese Angebote richten sich an etwa 8.000 Ehrenamtliche.

 

Vereinsrecht und Vereinspflicht, Lebensmittelhygiene, Datenschutzverordnung und Aufgabenverteilung im Team sind ein Teil dieser Themenfelder. Es werden spezielle Angebote für Schriftführerinnen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und für Kassiererinnen zu Buchführung und Steuerrecht durchgeführt. Diese Qualifizierungen entsprechen dem förderfähigen Standard in der Beantragung von Bildungszeit. Für diejenigen, die einen Antrag auf Bildungszeit stellen können, ist der Fortbildungstag eine Wertschätzung ihres ehrenamtlichen Engagements für den ländlichen Raum. Darüber hinaus bringen die Frauen einen erheblichen Anteil ihrer freien Zeit und ihres Erholungsurlaubes für Vereinsaktivitäten ein. Die meisten Frauen arbeiten im ländlichen Raum in kleinen Betrieben und sind durch die Kleinbetriebsregelung von dem Gesetz ausgegrenzt.

 

Die Evaluation „Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg“ zeigt eine weitgehende Akzeptanz aller Beteiligtengruppen und der Nutzung des Bildungszeitbereichs. Gerade die Ehrenamtsqualifikationen werden als positiver Beitrag für ehrenamtliche Tätigkeiten gesehen. Betrachtet man die Beiträge der Vereine für das Gemeinwohl, so tragen   

mit jährlich weit über 4.000 Beiträgen LandFrauen in den Gemeinden zum Gemeinwohl wie Ferienprogramm, Erhalt von traditionellen Bräuchen, Vermittlung von Wissen rund um Landwirtschaft und Ernährung und mit vielen weiteren Veranstaltungen bei.

Beiträge für das Gemeinwohl bereichern die Gesellschaft und tragen zu einem besseren Verständnis, mehr Engagement und zum Zusammenhalt vor Ort bei.

 

Die LandFrauenverbände sprechen sich dafür aus, dass das Land Baden-Württemberg dazu beiträgt, das Gesetz bekannter zu machen. Wenn Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen werden, ist dies ein Mehrwert für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Weiterbildung stärkt Menschen in Beruf und Ehrenamt für die Zukunft. Dies ist gerade in Bezug auf die Digitalisierung eine Herausforderung, die flächendeckend umgesetzt werden muss.

 

Aus der Sicht der Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württemberg muss weiterhin die politische Bildung gestärkt werden. Dies gelingt mit der Vermittlung demokratische Werte und Spielregeln in Seminarveranstaltungen. Die Demokratie muss landes-, bundes- und europaweit Bildungsthema bleiben, damit auch künftig ein gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich ist.

 

Freiburg, 10. September 2019